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Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Das Herz schlägt dabei unregelmäßig. Ohne Therapie drohen ernste Folgen, beispielsweise ein Schlaganfall
aktualisiert am 22.08.2016

Das Herz pumpt das Blut in den Körperkreislauf. Über das Blut gelangen lebenswichtige Nährstoffe und Sauerstoff in die Organe

Fotolia/Sebastian Kaulitzki/2009

Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung. Charakteristisch ist ein anhaltend unregelmäßiger, meist deutlich beschleunigter Herzschlag.

Die Häufigkeit von Vorhofflimmern beträgt in der Allgemeinbevölkerung durchschnittlich 2,2 Prozent. Sie nimmt mit dem Alter deutlich zu und erreicht bei 70- bis 80-Jährigen eine Häufigkeit bis zu 16 Prozent.

Vorhofflimmern wird oft gar nicht bemerkt – insbesondere das zu Beginn anfallsartig auftretende Vorhofflimmern (paroxysmales Vorhofflimmern). Seine Häufigkeit wird somit wahrscheinlich noch unterschätzt.

Ist Vorhofflimmern gefährlich?

Im Gegensatz zu Kammerflimmern ist Vorhofflimmern nicht lebensbedrohlich. Dennoch birgt auch Vorhofflimmern schwerwiegende Gefahren: Es drohen Komplikationen durch Blutgerinnsel (sogenannte thromboembolische Komplikationen), vor allem ein Schlaganfall sowie eine Herzschwäche.

15 Prozent aller Schlaganfälle sind auf Vorhofflimmern zurückzuführen. Das Schlaganfallrisiko hängt vom Alter und den Begleiterkrankungen ab. Ohne Blutgerinnungshemmung ist bei über 70-Jährigen mit einem Schlaganfall-Risiko von 20 bis 30 Prozent innerhalb von fünf Jahren zu rechnen.

Bei jüngeren Menschen mit Vorhofflimmern ist das Schlaganfallrisiko geringer (etwa 1 Prozent pro Jahr), wenn keine Herz- oder Begleiterkrankungen vorliegen.

Beratender Experte: Professor Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

W&B/Bernhard Huber

Welche Ursachen hat Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten Auslösern zählen ein schon längere Zeit bestehender Bluthochdruck, gefolgt von hohem Alter, Herzmuskelschwäche, koronarer Herzkrankheit, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündung.

Weitere mögliche Ursachen sind unter anderem eine Schilddrüsenüberfunktion sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Nicht immer lässt sich eine Grundkrankheit ausmachen.

Wie wird Vorhofflimmern behandelt?

Vorhofflimmern kann in frühen Stadien durch Medikamente, elektrische Kardioversion ("Elektroschock") oder eine sogenannte Katheterablation erfolgreich behandelt werden. Je länger Vorhofflimmern besteht, umso schwieriger ist es, den normalen Herzrhythmus – den sogenannten Sinusrhythmus – wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten.

In den folgenden Kapiteln lesen Sie Genaueres zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie von Vorhofflimmern.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Bildnachweis: Fotolia/Sebastian Kaulitzki/2009, W&B/Bernhard Huber
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